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Handyverbot in Hessen: Schulen verbannen Smartphones, Smartwatches und Tablets

Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen plant eine weitgehende Einschränkung der privaten Handynutzung an Schulen. Mehr dazu in unserem Wochenrückblick.


Eine entsprechende Gesetzesänderung soll bereits in der kommenden Woche in den Landtag eingebracht werden. Ziel ist es, Smartphones, Smartwatches und Tablets ab dem neuen Schuljahr größtenteils aus den Schulen zu verbannen.


Striktes Verbot an Grundschulen, Einschränkungen an weiterführenden Schulen


Laut Gesetzesvorlage wird es Grundschülern grundsätzlich untersagt sein, ihre mobilen Endgeräte im Schulgebäude oder auf dem Schulgelände zu nutzen. An weiterführenden Schulen soll es nur in Ausnahmefällen erlaubt sein. Die neue Regelung soll bereits nach den Sommerferien in Kraft treten.

„Zum Schutz der Kinder und Jugendlichen ist die Verwendung von mobilen digitalen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude und auf dem Schulgelände grundsätzlich unzulässig.“


Mitführen erlaubt, private Nutzung untersagt


Schüler:innen dürfen ihre Geräte zwar weiterhin mitbringen, jedoch ist eine private Nutzung nicht gestattet. Sollte dagegen verstoßen werden, können Lehrkräfte das Handy einziehen und erst nach dem Unterricht wieder aushändigen. Auf diese Weise bleibt die Nutzung digitaler Bustickets für den Heimweg weiterhin möglich.


Ausnahmen für ältere Schüler:innen und Unterrichtszwecke


Weiterführende Schulen können in ihrer Schulordnung gesonderte Regelungen festlegen. So kann älteren Schüler:innendie Nutzung in bestimmten Bereichen oder zu bestimmten Zeiten erlaubt werden. Darüber hinaus sind Ausnahmen für den Unterricht sowie in Notfällen oder begründeten Einzelfällen vorgesehen.


Kritik an exzessiver Smartphone-Nutzung


Bildungsminister Schwarz betont die Notwendigkeit dieser Maßnahme: „Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie sich eine ausufernde Smartphone-Nutzung mit teilweise verstörenden Inhalten auf Social Media weiter negativ auf die psychische Gesundheit und Lernfähigkeit junger Menschen auswirkt." Gleichzeitig müsse jedoch ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien vermittelt werden.


Förderung sozialer Interaktion in den Pausen


Besonders für jüngere Kinder sieht Schwarz das Verbot als Chance, das soziale Miteinander zu stärken: „Sie sollen in den Pausen wieder gemeinsam spielen und nicht alleine in der Ecke vor sich hin oder übereinander chatten.“ Die Schule sei nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Raum für soziale Interaktion. „Das kann nicht durch den Blick auf den Bildschirm ersetzt werden.“


Was haltet ihr von dem Vorhaben? Sollte ein generelles Handy-Verbot an Schulen eingeführt werden?

Nehmt an der Diskussion in den Kommentaren auf unseren Social-Media-Kanälen teil!







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