Affen übertreffen Menschen: Warum sie beim Jodeln von Natur aus überlegen sind
- Redaktion Mittagsmagazin
- vor 16 Stunden
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In einer neuen Studie wird behauptet, dass Affen das Ho-la-da-ro besser beherrschen als Menschen. Mehr dazu in unserem Wochenrückblick.
Laut einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "Philosophical Transactions of the Royal Society B" sind Affen beim Jodeln von Natur aus überlegen. Der Grund dafür liegt in einem speziellen Trick in ihrem Kehlkopf, der ihnen erlaubt, schneller und flexibler zwischen verschiedenen Tonlagen zu wechseln.
Forschungsmethodik und Ergebnisse
Für ihre Studie untersuchten die Forscher das Lautverhalten von Affen im Tierschutzreservat La Senda Verde in Bolivien. Hierbei befestigten sie Sensoren an den Hälsen von Schwarzen und Goldenen Brüllaffen, Kapuzineraffen, Totenkopfäffchen und peruanischen Klammeraffen. Zusätzlich analysierten sie die Kehlköpfe toter Affen und verwendeten Computermodelle zur Frequenzanalyse.
Die Ergebnisse zeigten, dass Affen in der Lage sind, ihre Lautfrequenzen schnell zwischen tiefen und hohen Tönen zu wechseln, was dem Jodeln ähnelt. Jacob Dunn, Mitautor der Studie von der Anglia Ruskin University in Großbritannien, erklärte, dass dieser Vorgang durch die besondere Beschaffenheit des Kehlkopfes der Affen ermöglicht wird.
Die wahre Jodelkunst der Klammeraffen
Die Studie legt nahe, dass die Affen ihre Fähigkeit, schnell zwischen verschiedenen Frequenzen zu wechseln, für ihre komplexe Kommunikation nutzen. Besonders beeindruckend waren die Klammeraffen, die laut Dunn in der Lage sind, Laute über bis zu vier Oktaven zu erzeugen. Damit gelten sie als die wahren Meister des Jodelns.