Einsamkeit bleibt Hauptproblem: Wie die Telefonseelsorge Millionen Menschen in Krisenzeiten unterstützt
- Redaktion Mittagsmagazin
- 23. Dez. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie ihre sozialen Kontakte verloren und es bisher nicht geschafft, neue Beziehungen aufzubauen. Die Einsamkeit bleibt somit ein wesentlicher Grund, warum Menschen sich an die Telefonseelsorge wenden. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Psychische Belastungen und Suizidgedanken
Etwa ein Drittel der Hilfesuchenden gibt an, unter Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen zu leiden. In vielen Gesprächen geht es auch um Suizidgedanken, die eine zentrale Rolle spielen. Diese Belastungen zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Anlaufstellen wie die Telefonseelsorge sind.
Statistiken: Anrufe, Mails und Chats
Im Jahr 2024 verzeichnete die Telefonseelsorge rund 1,2 Millionen Anrufe – eine Zahl, die auf Vorjahresniveau liegt. Zusätzlich gab es mehr als 45.000 Kontakte per Mail und 39.500 über den Chat. Damit stiegen die digitalen Beratungsanfragen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 3.000. Der Grund für den Anstieg liegt in der Erweiterung des Chat-Angebots durch zusätzliche Mitarbeitende. Insgesamt engagieren sich deutschlandweit etwa 7.700 Ehrenamtliche bei der Telefonseelsorge.
Familiäre Konflikte als wiederkehrendes Thema
Neben der Einsamkeit spielen familiäre Probleme eine große Rolle. Konflikte zwischen Paaren oder Spannungen innerhalb der Familie, etwa mit den eigenen Kindern, werden häufig thematisiert.
Weltlage und allgemeine Belastungen
Die aktuelle Weltlage mit ihren Krisen, Kriegen und der Inflation belastet viele Menschen zusätzlich. Selbst wenn das ursprüngliche Anliegen der Anrufenden ein anderes ist, schwingt diese allgemeine Besorgnis oft in den Gesprächen mit und verstärkt das Gefühl der Bedrückung.