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Gefahr beim Aufwärmen: So vermeidet ihr giftige Stoffe in euren Speisen

Nicht alle Speisen eignen sich zum erneuten Erhitzen, denn dabei können schädliche Stoffe freigesetzt werden, die Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen oder sogar krebserregend sein können. Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.


Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, welche Lebensmittel mit besonderer Vorsicht behandelt werden müssen und wie man sie sicher aufwärmt.


Spinat: Auf die richtige Lagerung kommt es an


Spinat ist ein beliebtes Gemüse, birgt jedoch beim Wiedererwärmen Gefahren. Sein hoher Nitratgehalt kann bei erhöhter Temperatur in giftiges Nitrit umgewandelt werden. In Verbindung mit Eiweißabbauprodukten können sich zudem krebserregende Nitrosamine bilden. Auch wenn Spinat gekühlt gelagert wird, kann sich mit der Zeit Nitrit bilden. Daher sollte Spinat nur erneut erhitzt werden, wenn er zuvor schnell abgekühlt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht wird. Beim Aufwärmen ist eine Temperatur von mindestens 70 Grad Celsius für zwei Minuten notwendig, um Risiken zu minimieren.


Hähnchen: Risiko durch Salmonellen und veränderte Proteine


Beim Wiedererwärmen von Hähnchenfleisch besteht die Gefahr von Salmonellen, die durch unsachgemäße Lagerung oder unzureichendes Erhitzen übertragen werden können. Darüber hinaus verändert sich die Proteinstruktur des Geflügels beim erneuten Erhitzen, was bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen kann. Hähnchen sollte deshalb nicht in der Mikrowelle, sondern in der Pfanne oder im Ofen erhitzt werden, bis das Fleisch gleichmäßig heiß ist.


Zwiebeln, Sellerie und Rote Beete: Ähnliche Gefahren wie bei Spinat


Diese Gemüsesorten sind ebenfalls reich an Nitrat, das sich beim Erhitzen in schädliches Nitrit umwandeln kann. Besonders problematisch wird es, wenn die Speisen länger gelagert werden, da dies die Bildung der gesundheitsschädlichen Substanzen zusätzlich fördert. Die Vorsichtsmaßnahmen sind hier ähnlich wie bei Spinat: schnelle Kühlung, kurze Lagerzeiten und gründliches Erhitzen.


Pilze: Sensible Speise mit hohem Risiko


Pilze sind aufgrund ihres hohen Wasser- und Eiweißgehalts besonders anfällig für die Bildung schädlicher Substanzen. Werden sie über längere Zeit bei Raumtemperatur gelagert, können sich Giftstoffe entwickeln, die zu Übelkeit und Erbrechen führen. Um dies zu vermeiden, sollten Pilzgerichte nach der Zubereitung rasch abgekühlt und im Kühlschrank maximal einen Tag aufbewahrt werden. Beim Wiedererwärmen ist darauf zu achten, dass die Speisen gleichmäßig erhitzt werden und eine Temperatur von mindestens 70 Grad erreichen. Pilze sollten zudem niemals mehr als einmal erneut erhitzt werden.


Reis und Kartoffeln: Bakteriengefahr bei falscher Lagerung


Reis und Kartoffeln sind anfällig für Bakterienbildung, wenn sie nach der Zubereitung nicht zeitnah gekühlt werden. Werden sie mehrere Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, können sich Mikroorganismen entwickeln, die Verdauungsprobleme oder sogar Lebensmittelvergiftungen verursachen. Nach dem Kochen sollten diese Speisen zügig in den Kühlschrank gestellt werden. Beim Aufwärmen ist es wichtig, sie vollständig und gleichmäßig zu erhitzen, vorzugsweise in einem Topf und nicht in der Mikrowelle.

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