Laut DWD: 2024 war das wärmste Jahr seit Messbeginn 1881
- Redaktion Mittagsmagazin
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Laut DWD-Daten war 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei 10,9 Grad Celsius – ein Anstieg um 0,3 Grad gegenüber dem vorherigen Rekordjahr 2023. "Eine solch rasche Erhöhung ist außergewöhnlich", erklärte Fuchs. Zum Vergleich: Vor 2014 lag die mittlere Jahrestemperatur stets unter zehn Grad Celsius.
Deutschland ist stark vom Klimawandel betroffen – und die Auswirkungen sind bereits spürbar. "Schon die bisherigen Folgen für Deutschland sind gravierend", erklärte Tobias Fuchs, Vorstandsmitglied des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Extreme Wetterlagen, die vor 1990 noch als Ausnahme galten, seien mittlerweile zur Normalität geworden. "Der Grund dafür ist eindeutig der Klimawandel", betonte Fuchs.
Steigende Temperaturen und unregelmäßige Niederschläge
Fuchs verdeutlichte, dass Temperatur- und Niederschlagswerte zunehmend unvorhersehbare Schwankungen aufweisen. Besonders auffällig sei der Anstieg von Hitzewellen, die vor allem in Großstädten und Ballungsräumen gesundheitliche Risiken mit sich bringen. "Vulnerable Bevölkerungsgruppen sind besonders betroffen", so Fuchs.
Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt
Auch für Menschen mit Pollenallergien hat der Klimawandel weitreichende Konsequenzen. "Die winterliche Ruhephase wird immer kürzer", stellte Fuchs fest. Zudem nehmen durch Insekten übertragene Krankheiten zu, darunter die von Zecken übertragene FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Die Landwirtschaft leidet ebenfalls unter den neuen klimatischen Bedingungen, da sie zunehmend mit extremen Wetterereignissen wie Sturzfluten, Hochwasser und Dürreperioden konfrontiert wird.
Neben der Landwirtschaft sind auch Infrastrukturen bedroht: Erdrutsche können Verkehrswege erheblich schädigen, während der steigende Meeresspiegel insbesondere die Küstenregionen gefährdet.
Dringender Handlungsbedarf
"Wir müssen schnell handeln", forderte Fuchs eindringlich. "Jedes durch ambitionierten Klimaschutz vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung hilft." Andreas Becker, Leiter des DWD-Bereichs Klimaüberwachung, warnte zudem vor den Konsequenzen mangelnder Klimaschutzmaßnahmen: "Extremwetterereignisse sind oftmals Zahltage für Versäumnisse beim Klimaschutz." Die Zeit, um global wirksame Klimaschutzstrategien umzusetzen, werde immer knapper.