Müdigkeit in den Wechseljahren: So holst du dir deine Energie zurück
- Redaktion Mittagsmagazin
- 14. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
In den Wechseljahren fühlen sich viele Frauen erschöpft und energielos. Anstatt die Freizeit zu genießen, zieht es sie oft nach Hause, um früh ins Bett zu gehen.
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Doch warum ist das so und wie kann man sich wieder zu mehr Energie verhelfen? In diesem Artikel findest du Antworten.
Ursachen für Müdigkeit in den Wechseljahren
Hormonelle Veränderungen
In den Jahren rund um die Menopause erleben Frauen eine große Hormonumstellung. Der Körper stellt sich von einem zyklischen auf einen zyklusfreien Zustand um, was durch einen Rückgang der Sexualhormone Östrogen und Progesteron ausgelöst wird. Diese Veränderungen können zu Schlafstörungen und anhaltender Müdigkeit führen.
Der Einfluss von Progesteron und Östrogen
Progesteron, auch als "Chill-Hormon" bekannt, sinkt in den Wechseljahren stark ab. Es spielt eine wichtige Rolle beim Schlafen und der Stressbewältigung. Der Rückgang dieses Hormons kann Schlafprobleme und gesteigerte Müdigkeit verursachen.Östrogen beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus, da es die Produktion des Schlafhormons Melatonin unterstützt. Ein niedriger Östrogenspiegel nach der Menopause führt zu einer verringerten Melatoninproduktion, was zu Schlafstörungen beiträgt.
Weitere Faktoren
Zusätzlich zu den hormonellen Veränderungen gibt es mehrere weitere Ursachen, die zu Müdigkeit in dieser Lebensphase beitragen können:
Hitzewallungen und Schweißausbrüche: Nächtliche Hitzewallungen stören den Schlaf und führen zu einer verminderten Erholung.
Flüssigkeitsmangel: Übermäßiges Schwitzen lässt den Körper Flüssigkeit verlieren, was zu Abgeschlagenheit führen kann, wenn die Trinkmenge nicht angepasst wird.
Emotionaler Stress: Veränderungen im Körper, Reizbarkeit und das Gefühl, älter zu werden, können die psychische Gesundheit belasten und zu depressiven Verstimmungen führen.
Eisenmangel: In der Perimenopause kann verstärkter Blutverlust durch stärkere Perioden zu einem Eisenmangel führen, der die Energie reduziert.
Schilddrüsenprobleme: Ein Ungleichgewicht der Schilddrüsenhormone kann ähnliche Symptome wie die Wechseljahre hervorrufen, einschließlich Müdigkeit.
Tipps zur Unterstützung und Energiegewinnung
Möchtest du die Müdigkeit in den Wechseljahren überwinden und mehr Energie gewinnen? Hier sind einige Empfehlungen:
1. Ernährung anpassen
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten kann dabei helfen, den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Achte darauf, dass dein Teller halb voll mit Gemüse ist, der Rest sollte aus Proteinen und Kohlenhydraten bestehen.
2. Ausreichend trinken
Trinke den ganzen Tag über, um etwa zwei Liter Flüssigkeit zu erreichen. Wasser, ungesüßter Tee oder Saftschorlen sind ideal.
3. Regelmäßige Bewegung
Frische Luft und moderate Bewegung helfen, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Vermeide jedoch intensive Belastung vor dem Schlafengehen, da dies den Schlaf beeinträchtigen kann.
4. Schlafroutine etablieren
Baue eine entspannende Abendroutine auf, indem du vor dem Zubettgehen auf Bildschirmzeit verzichtest und das Licht dimmst. Versuche, immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, um deinem Körper eine regelmäßige Schlafenszeit zu vermitteln.
5. Stress abbauen
Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung können helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.
6. Hormontherapie
Falls die Müdigkeit mit einem Rückgang der Hormone zusammenhängt, könnte eine Hormonersatztherapie helfen. Progesteron kann in den frühen Wechseljahren Schlafstörungen lindern und zu einer besseren Tagesenergie führen.
7. Natürliche Schlafmittel
Bei Schlafproblemen können pflanzliche Mittel wie Baldrian, Melisse, Lavendel oder Passionsblume helfen, die Schlafqualität zu verbessern.
Der Weg zu mehr Energie
Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, aber das bedeutet nicht, dass du dich mit den Symptomen abfinden musst. Probier verschiedene Ansätze aus, um herauszufinden, was für dich am besten funktioniert. Kleine Veränderungen können schon viel bewirken – setze Schritt für Schritt um und gönne dir selbst die Zeit, dich wieder wohlzufühlen.