Reformbedarf: 87,5 Prozent der Studierenden in Deutschland erhalten kein BAföG
- Redaktion Mittagsmagazin
- 16. Jan.
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Im Jahr 2023 erhielten etwa 360.000 Studierende in Deutschland eine Förderung durch BAföG. Dies entspricht etwas mehr als zwölf Prozent der Studierenden, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bekanntgab. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Reformbedarf trotz leichter Steigerung
Obwohl die Anzahl der BAföG-Empfänger zuletzt einen leichten Anstieg verzeichnete, betont das CHE den dringenden Bedarf an umfassenden Reformen. "Insbesondere der KfW-Studienkredit und der Bildungskredit gehen der Bedeutungslosigkeit entgegen", erklärte Ulrich Müller, Leiter politische Analysen beim CHE.
Regionale Unterschiede bei der Förderung
Die BAföG-Statistik offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erhielten etwa 20 Prozent der Studierenden finanzielle Unterstützung durch BAföG. Im Vergleich dazu lag der Anteil in Hamburg, dem Saarland und Thüringen bei lediglich rund zehn Prozent.
Ursachen der Disparitäten
Laut CHE lassen sich die regionalen Abweichungen nicht allein durch die Wirtschaftskraft der Länder erklären. Stattdessen deuten die Zahlen auf Herausforderungen in der Bekanntheit und Akzeptanz des Förderprogramms hin. Mangelnde Transparenz und unzureichende Kommunikation erschweren es Studierenden offenbar, Zugang zu BAföG zu finden.