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Rekordtief bei Haushaltsabfällen: Deutschland verzeichnet geringstes Müllaufkommen seit Jahren

Das Jahr 2023 markierte einen bemerkenswerten Tiefpunkt im Aufkommen von Haushaltsabfällen in Deutschland. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Mit 433 Kilogramm pro Kopf erreichte die Abfallmenge ihren niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen. Laut dem Statistischen Bundesamt, das vorläufige Ergebnisse vorlegte, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 36,7 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle registriert – ein Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber 2022.


Entwicklung trotz Bevölkerungswachstum


Besonders auffällig ist der Rückgang vor dem Hintergrund eines Bevölkerungszuwachses von mehr als 300.000 Menschen. Schon im Jahr zuvor war die Menge an Haushaltsabfällen gesunken, nachdem 2021 während der Corona-Pandemie ein Spitzenwert von 40,3 Millionen Tonnen erreicht worden war. Die Entwicklung zeigt, dass die Abfallproduktion in Deutschland langfristig rückläufig ist, was auf veränderte Konsumgewohnheiten oder effizientere Mülltrennung hindeuten könnte.


Zusammensetzung der Abfälle


Ein genauerer Blick auf die Abfallarten offenbart die Verteilung: Der größte Anteil entfiel mit 35 Prozent auf Hausmüll, der alle nicht getrennt gesammelten Abfälle umfasst, wie solche, die weder in Wertstofftonnen, Biotonnen noch in die Sonderentsorgung gehören. Trennbare Wertstoffe wie Papier, Glas, Pappe oder Verpackungen aus Plastik und Metall machten 31 Prozent der Gesamtabfälle aus. Etwa 28 Prozent bestanden aus Biomüll, während die geringeren Anteile auf Sperrmüll mit 7 Prozent und auf sonstige Abfälle, darunter Batterien oder Farben, mit 0,5 Prozent entfielen.


Unterschiedliche Entwicklungen bei den Abfallarten


Die einzelnen Abfallkategorien verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr teils deutliche Schwankungen. So sank die Menge an Sperrmüll um 6,2 Prozent, während bei den getrennt gesammelten Wertstoffen ein Minus von 3,3 Prozent festgestellt wurde. Letztere erreichten damit den niedrigsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2004. Ein gegenteiliger Trend zeigte sich beim Biomüll, dessen Menge um 2,4 Prozent zunahm, sodass pro Kopf durchschnittlich 120 Kilogramm an organischen Abfällen entsorgt wurden. Der unsortierte Hausmüll stieg geringfügig um 0,4 Prozent an.

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