Satt, aber trotzdem Lust auf Süßes: Warum unser Gehirn den „Dessertmagen“ steuert
- Redaktion Mittagsmagazin
- 17. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Nach dem Essen noch Appetit auf etwas Süßes? Das Phänomen des „Dessertmagens“ ist mehr als nur eine Redewendung – es hat eine wissenschaftliche Grundlage. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Forschende des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung haben herausgefunden, dass unser Gehirn dafür verantwortlich ist.
Das Gehirn steuert den Zuckerhunger
Die Nervenzellen, die nach einer Mahlzeit für das Sättigungsgefühl sorgen, spielen auch eine zentrale Rolle beim Verlangen nach Zucker. Der Wissenschaftler Henning Fenselau erklärt: „Zucker ist in der Natur selten, liefert aber schnell Energie. Das Gehirn ist darauf programmiert, die Aufnahme von Zucker zu steuern, wenn er verfügbar ist.“
Experimente liefern neue Erkenntnisse
Um den Ursprung des „Dessertmagens“ zu untersuchen, führten Forschende Experimente mit Mäusen durch. Selbst nach einer sättigenden Mahlzeit fraßen die Tiere weiterhin Zucker. Durch Gehirnscans stellten die Wissenschaftler fest, dass sogenannte POMC-Neuronen für dieses Verhalten verantwortlich sind.
Zucker als Belohnung für das Gehirn
Warum essen wir Zucker, obwohl wir satt sind? Die Antwort liegt in unserem Belohnungssystem. Wenn Mäuse Zucker zu sich nahmen, wurde ein angenehmes Gefühl ausgelöst. Blockierten die Forschenden diesen Mechanismus künstlich, verzichteten die Tiere auf zusätzliche Süßigkeiten. Hungrige Mäuse hingegen wollten weiterhin Zucker – ein Hinweis darauf, dass unser Gehirn gezielt nach dieser schnellen Energiequelle sucht.