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Schoko-Mythos entlarvt: Warum aus Nikoläusen keine Osterhasen werden

Die Schoko-Nikoläuse, die nach Weihnachten nicht verkauft werden, sollen eingeschmolzen und später als Osterhasen zurück in die Regale wandern. Doch was ist dran an dieser Behauptung? Mehr dazu im LSJonline-Adventskalender.


Die Idee: Schoko-Umwandlung leicht gemacht?


Nach den Feiertagen stapeln sich die Schoko-Nikoläuse in den Läden. Viele davon werden zu stark reduzierten Preisen angeboten, doch nicht alle finden einen Käufer. Für manche klingt es logisch, dass die übriggebliebene Ware einfach eingeschmolzen, umgeformt und als Osterprodukt neu verkauft wird. Doch diese Annahme ist ein weitverbreiteter Irrtum, der jedes Jahr aufs Neue diskutiert wird.


Warum das nicht passiert: Zwei wesentliche Gründe


Die Vorstellung, dass Schokofiguren in großem Stil zurück in die Produktionsstätten gebracht, ausgepackt und eingeschmolzen werden, scheitert an der Rentabilität. Laut Solveig Schneider vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wäre dieser Prozess für Hersteller schlichtweg zu teuer und aufwendig.


Ein weiteres Hindernis sind die gesetzlichen Vorgaben. Produkte, die bereits im Handel waren, dürfen nicht zurück in die Produktionsanlagen gebracht werden. Der BDSI betont, dass Saisonartikel immer aus frischer Schokoladenmasse gefertigt werden. Alles andere wäre sowohl rechtlich als auch qualitativ unzulässig.


Was passiert mit den unverkäuflichen Nikoläusen?


Die Schoko-Nikoläuse, die keinen Abnehmer finden, werden keineswegs entsorgt. Stattdessen spenden Hersteller die überschüssige Ware häufig an gemeinnützige Organisationen, wie etwa Tafeln. Dort freuen sich viele Menschen über die süßen Leckereien – unabhängig von ihrer Form.

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