Veränderungen bei Schwangerschaftsabbrüchen: Ältere Frauen zunehmend betroffen, jüngere Frauen weniger häufig
- Redaktion Mittagsmagazin
- vor 17 Stunden
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Laut einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes hat sich das Alter von Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen, in den letzten zehn Jahren verschoben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Während die Zahl der Abbrüche bei jüngeren Frauen deutlich zurückgegangen ist, nimmt sie in höheren Altersgruppen zu.
Rückgang bei jungen Frauen
Zwischen 2014 und 2024 sank die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche insbesondere in den jüngeren Altersgruppen. Konkret gingen die Abbrüche bei Frauen zwischen 15 und 17 Jahren um 13,8 Prozent zurück – das entspricht 400 Fällen weniger. Auch in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen gab es einen Rückgang um 8,3 Prozent (-1.800 Fälle).
Deutlicher Anstieg bei älteren Frauen
Im Gegensatz dazu zeigt sich ein signifikanter Anstieg bei Frauen ab 30 Jahren. Die Zahlen stiegen in folgenden Altersgruppen:
30 bis 34 Jahre: +12,8 % (+2.800 Fälle)
35 bis 39 Jahre: +31,2 % (+4.900 Fälle)
40 bis 44 Jahre: +23,2 % (+1.600 Fälle)
Diese Entwicklung weist darauf hin, dass Schwangerschaftsabbrüche zunehmend von Frauen in späteren Lebensphasen vorgenommen werden.
Gesamtentwicklung und Altersverteilung
Im Jahr 2024 wurden insgesamt 106.000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland registriert – eine Zahl, die im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant blieb (+0,2 %).
Die Altersverteilung zeigt, dass die Mehrheit der betroffenen Frauen zwischen 18 und 34 Jahren alt war:
70 % der Frauen waren zwischen 18 und 34 Jahre alt.
20 % der Frauen waren zwischen 35 und 39 Jahre alt.
9 % der Frauen waren 40 Jahre oder älter.
Nur 3 % der Frauen waren unter 18 Jahre alt.