Anklage nach Solinger Anschlag: Mutmaßlicher Täter soll für IS gehandelt haben
- Redaktion Mittagsmagazin
- 28. Feb.
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Nach dem Angriff auf das Solinger Stadtfest im August 2024 hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Dem Beschuldigten werden unter anderem drei Morde sowie zehn versuchte Morde vorgeworfen. Zudem wird ihm vorgehalten, in zwölf Fällen aus Heimtücke gehandelt zu haben. Die Karlsruher Behörde sieht außerdem eine Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) und wirft dem Mann vor, Mitglied dieser Vereinigung zu sein.
Weitere Schritte im Verfahren
Nun liegt die Entscheidung beim Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Sollte die Anklage zugelassen werden, wird das Gericht Termine für die Hauptverhandlung ansetzen.
Details zur Tat
Der Angriff ereignete sich am Abend des 23. August 2024 während der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Stadtjubiläum unter dem Namen „Festival der Vielfalt“. Der Täter, ein damals 26-jähriger Mann, griff mehrere Besucher mit einem Messer an. Drei Menschen kamen dabei ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Seit seiner Festnahme sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft.
Verbindung zum Islamischen Staat
Laut Anklageschrift suchte der Beschuldigte kurz vor der Tat Kontakt zu einem unbekannten IS-Mitglied über einen Messenger-Dienst. "Dieses bestärkte den Angeschuldigten in seinem Vorhaben und sicherte ihm zu, dass der IS für die Tat Verantwortung übernehmen und sie für seine Propaganda nutzen werde", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die Terrororganisation IS reklamierte den Anschlag später für sich.
Tatmotiv und Vorgehen
Die Bundesanwaltschaft stuft den mutmaßlichen Täter als radikal-islamistisch motiviert ein. Sein erklärtes Ziel sei es gewesen, möglichst viele Menschen zu töten, die er als „Ungläubige“ betrachtete. Er attackierte seine Opfer gezielt mit Messerstichen in den Hals- und Oberkörperbereich.