Befragung zeigt: Mehr als jede*r fünfte Person in Deutschland hat rassistische Einstellungen
- Redaktion Mittagsmagazin
- 21. März
- 1 Min. Lesezeit
Eine aktuelle Studie des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors offenbart, dass in Deutschland zahlreiche Menschen aus ethnischen oder religiösen Minderheiten regelmäßig rassistische Diskriminierung erfahren. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Laut der repräsentativen Umfrage sind 54 Prozent der Befragten, die in der Fachsprache als "rassistisch markiert" gelten, von diesem Problem betroffen.
Schwarze Menschen besonders häufig betroffen
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass insbesondere Schwarze Menschen in Deutschland mit Alltagsdiskriminierung konfrontiert sind. 62 Prozent der Schwarzen Männer und 63 Prozent der Schwarzen Frauen gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal im Monat diskriminiert worden zu sein. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle führten die Betroffenen diese Erfahrungen auf ihre Hautfarbe zurück.
Gesellschaftliche Entwicklungen als Einflussfaktoren
Studienleiter Sinanoğlu betont, dass politische Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten und gesellschaftliche Polarisierung dazu beitragen, rassistische Einstellungen zu verstärken. "Natürlich sind wir alle davon beeinflusst, wie wir über Migration, wie wir über das vermeintlich Andere, das vermeintlich Fremde sprechen", erklärt der Sozialwissenschaftler.