Boom bei E-Scootern: Immer mehr Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen – aber auch mehr Unfälle
- Redaktion Mittagsmagazin
- 2. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
In Deutschland nimmt die Anzahl privater E-Scooter rasant zu. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Im Jahr 2023 waren rund 780.000 dieser versicherungspflichtigen Fahrzeuge registriert – ein Anstieg um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Auch die Leih-Scooter verzeichneten ein Wachstum: Ihre Zahl stieg um neun Prozent auf 210.000. Damit gab es insgesamt etwa 990.000 versicherte E-Scooter in Deutschland.
Alternative zum Auto oder Fahrrad
E-Scooter haben sich inzwischen fest im Straßenverkehr etabliert. Sie bieten für viele Menschen eine flexible Fortbewegungsmöglichkeit und ersetzen zunehmend andere Verkehrsmittel. „E-Scooter haben sich innerhalb weniger Jahre im Straßenbild etabliert und sind für viele Wege zur Alternative zu Autos, Fahrrädern, Mofas oder dem Zu-Fuß-Gehen geworden“, betont Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV.
Sicherheit und Unfallzahlen
Seit ihrer Zulassung im Jahr 2019 sorgen E-Scooter immer wieder für Diskussionen – insbesondere in Bezug auf die Verkehrssicherheit. Laut Statistischem Bundesamt ereigneten sich im Jahr 2023 insgesamt 9.425 Unfälle mit E-Scootern, bei denen Menschen verletzt wurden – ein Anstieg um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tragischerweise kamen dabei 22 Menschen ums Leben.
Private vs. Leih-Scooter: Ein Sicherheitsvergleich
Nach Angaben des GDV verursachen Fahrer:innen privater E-Scooter deutlich seltener Unfälle als Nutzer:innen von Leihfahrzeugen. „Obwohl Leih-Scooter nur rund 20 Prozent des Bestands ausmachen, sind sie für rund 40 Prozent aller E-Scooter-Schäden in der Kfz-Haftpflichtversicherung verantwortlich“, erläutert Käfer-Rohrbach. Insgesamt registrierten die Versicherungen im Jahr 2023 knapp 5.000 Schäden durch E-Scooter, für die sie rund 25,5 Millionen Euro zahlten.