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Brutale Gewalttat in Gera: Faeser fordert strengeren Schutz für Frauen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich zur Gewalttat in Gera am vergangenen Sonntag geäußert. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Am Sonntag ereignete sich in Gera eine brutale Tat, die bundesweit Entsetzen auslöste. Laut Polizei soll ein 46-jähriger Mann seine Ehefrau in einer Straßenbahn mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet haben. Die Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Nach einer kurzen Flucht stellte sich der mutmaßliche Täter am Vormittag selbst der Polizei und wurde ohne Widerstand festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Mordes ermittelt.


Faeser spricht von versuchtem Femizid


Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich zu dem Vorfall und sprach von einem „versuchten Femizid“, wie er in Deutschland beinahe täglich vorkomme. Der Begriff „Femizid“ beschreibt die Tötung von Frauen, nur weil sie Frauen sind. Faeser wies darauf hin, dass in Deutschland alle drei Minuten eine Frau oder ein Mädchen Opfer häuslicher Gewalt werde. Zudem würden täglich über 140 Frauen und Mädchen sexualisierte Gewalt erfahren.


Forderung nach besserem Schutz für Frauen


Die Innenministerin betonte die Notwendigkeit, den Schutz von Frauen weiterhin als zentrale politische Aufgabe zu betrachten: „Wir brauchen mehr Härte gegen die Täter und mehr Aufmerksamkeit und Hilfe für die Opfer. Dazu gehört ein stärkeres Schutz- und Hilfesystem für Frauen, eine effektive Strafverfolgung der Täter und die elektronische Fußfessel, damit sich Täter bedrohten Frauen nicht mehr unbemerkt nähern können.“


Faeser forderte eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen in der nächsten Bundesregierung, um Frauen besser zu schützen und Gewalt gegen sie entschiedener zu bekämpfen.

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