Drogenkrise in Deutschland: Wie Kokain und Fentanyl das Land vor massive Herausforderungen stellen
- Redaktion Mittagsmagazin
- 22. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Burkhard Blienert, der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, sieht eine alarmierende Entwicklung im Drogenkonsum in Deutschland. Besonders der zunehmende Konsum harter Substanzen bereitet ihm Sorgen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Eine beispiellose Kokainschwemme
"Wir haben gewaltige Herausforderungen vor uns. Das beginnt mit einer Kokainschwemme, wie wir sie noch nie gesehen haben, und reicht über den stark angestiegenen Crackkonsum in unseren Innenstädten bis zu der immer konkreter werdenden Gefährdung durch Fentanyl", erklärte Blienert in einem Interview mit der Rheinischen Post.
Zahl der Drogentoten verdoppelt
Blienert wies darauf hin, dass die Zahl der Drogentoten in den letzten zehn Jahren fast doppelt so hoch geworden ist. Besonders besorgniserregend sei der Konsum von Kokain, der sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt habe. Er betonte: "Allein Kokain konsumieren mehr als doppelt so viele Menschen wie vor wenigen Jahren. Damit ist Kokain die klare Nummer eins der illegalen Drogen in Deutschland."
Deutschland als Drehscheibe für den Kokainhandel
Ein weiterer kritischer Punkt ist Deutschlands Rolle im internationalen Drogenhandel. Blienert erklärte, dass die Bundesrepublik aufgrund ihrer großen Hafenanlagen eine zentrale Drehscheibe für den Kokainhandel sei. Dies locke kriminelle Organisationen an, deren brutale Methoden und immense Gewinne die Situation zusätzlich verschärfen.