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Durchbruch bei Alzheimer-Therapie: Neuer Antikörper zielt auf Krankheitsursachen ab

Zum ersten Mal hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) eine Therapie gegen Alzheimer empfohlen, die sich direkt auf die zugrundeliegenden Krankheitsprozesse ausrichtet. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Konkret handelt es sich um den Antikörper Lecanemab, der für Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder leichter Demenz im frühen Stadium der Krankheit zugelassen werden soll.


Abkehr von symptomatischer Behandlung


Anders als bisherige Alzheimer-Therapien, die lediglich Symptome wie Gedächtnisstörungen oder Orientierungsprobleme lindern, zielt Lecanemab auf die ursächlichen Mechanismen der Erkrankung im Gehirn ab. Diese innovative Herangehensweise könnte den Umgang mit der Krankheit grundlegend verändern.


Einschränkungen bei der Anwendung


Die EMA-Empfehlung ist jedoch nicht uneingeschränkt: Die Therapie ist für Patienten vorgesehen, die keine oder nur eine Kopie des Gens ApoE4 besitzen. Menschen mit zwei Kopien dieses Gens tragen ein höheres Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen oder -blutungen.


Sicherheitsmaßnahmen im Fokus


Zur Minimierung der Risiken schreibt die Behörde strenge Kontrollmaßnahmen vor. Patienten müssen vor Beginn der Therapie sowie vor der 5., 7. und 14. Dosis mittels MRT-Scans untersucht werden. Zusätzliche Untersuchungen sind bei Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen erforderlich.


EU-Entscheidung steht aus


Die endgültige Entscheidung liegt nun bei der EU-Kommission, die in der Regel der Empfehlung der EMA folgt. Sollte Lecanemab zugelassen werden, könnte dies einen bedeutenden Schritt in der Alzheimer-Behandlung darstellen.

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