Geständnis im Southport-Fall: 18-Jähriger bekennt sich zu Mord und weiteren Verbrechen
- Redaktion Mittagsmagazin
- 21. Jan.
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Rund ein halbes Jahr nach dem tödlichen Messerangriff in Southport, einer Stadt nahe Liverpool, hat der mutmaßliche Täter vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Der 18-Jährige bekannte sich zu mehreren schweren Straftaten, darunter dreifacher Mord und versuchter Mord in zehn weiteren Fällen. Darüber hinaus gab er zu, im Besitz des gefährlichen Gifts Rizin gewesen zu sein und ein Handbuch mit Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida besessen zu haben.
Ein Tanzkurs endet in einer Tragödie
Die Bluttat ereignete sich Ende Juli während eines Tanzkurses, bei dem Kinder zu Musik von Taylor Swift tanzten. Drei Mädchen im Alter von sechs, sieben und neun Jahren fielen dem Angriff zum Opfer. Mehrere andere Teilnehmer des Kurses wurden teils schwer verletzt. Der brutale Vorfall erschütterte die Gemeinde und hinterließ tiefe Spuren bei den Überlebenden und Angehörigen der Opfer.
Gewaltwelle nach Falschinformationen
In den Tagen nach dem Angriff verbreiteten sich irreführende Behauptungen über die Herkunft des mutmaßlichen Täters, was eine Welle rechtsradikaler und antimuslimischer Ausschreitungen im ganzen Land auslöste. Ziel dieser Angriffe waren unter anderem Unterkünfte für Geflüchtete und Moscheen. Tausende Polizeikräfte waren im Einsatz, um die Eskalationen einzudämmen, wobei zahlreiche von ihnen verletzt wurden.
Gesellschaftlicher Widerstand gegen Extremismus
Gegen die zunehmende Gewalt und Intoleranz gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße, um für Frieden und Toleranz einzutreten. Gleichzeitig führten die Behörden umfangreiche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Ausschreitungen durch. Mittlerweile wurden Hunderte der beteiligten Rechtsextremen zu Haftstrafen verurteilt, ein Zeichen für den entschlossenen Umgang mit derartigen Vergehen.