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HPV-Impfung stockt: Warum Deutschland beim Schutz vor Gebärmutterhalskrebs hinterherhinkt

Humane Papillomviren (HPV) können Gebärmutterhalskrebs auslösen, doch der Schutz durch eine vollständige Impfung erreicht nicht alle Jugendlichen. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Jüngsten Erhebungen zufolge waren lediglich 49,5 Prozent der im Jahr 2009 geborenen Mädchen und 30,6 Prozent der gleichaltrigen Jungen bis zum Alter von 14 Jahren vollständig geimpft. Diese Daten stammen aus einer Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Dabei zeigt sich ein regionaler Unterschied: Sachsen-Anhalt verzeichnet die höchsten Impfquoten, während Baden-Württemberg am Ende der Skala liegt.


Noch immer zu wenig bekannt


„Leider sind noch immer viel zu wenige Mädchen und Jungen gegen dieses Virus geimpft“, erklärte Zi-Chef Dominik von Stillfried. Er betonte, dass HPV nach wie vor zu den wenig bekannten Erregern gehöre. Die EU setzt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen 90 Prozent der Mädchen eine vollständige HPV-Impfung erhalten. Im Vergleich dazu liegt Deutschland derzeit deutlich zurück.


Übertragung und Risiken


HPV wird durch intime Kontakte übertragen und betrifft die Mehrheit der Menschen mindestens einmal im Leben. Meistens bleibt die Infektion symptomlos. In seltenen Fällen kann sie jedoch zur Entwicklung von Krebs führen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung seit 2007 für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen – idealerweise vor den ersten sexuellen Kontakten.


Der Weg zur Prävention


Die HPV-Impfung ist ein entscheidender Schritt zur Krebsvorsorge. Dennoch bleibt viel zu tun, um die Impfquote zu erhöhen und das Bewusstsein für die Risiken einer HPV-Infektion zu schärfen.

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