Jugend in der Armutsfalle: Warum jede vierte junge Person in Deutschland betroffen ist
- Redaktion Mittagsmagazin
- 16. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Armut ist mehr als ein finanzieller Zustand – sie nimmt jungen Menschen Perspektiven und Chancen. Laut dem „Monitor Jugendarmut in Deutschland“ ist jede vierte Person im Alter von 18 bis 24 Jahren davon betroffen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Was bedeutet Armutsgefährdung?
Die Armutsgefährdungsquote beschreibt den Anteil der Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen. Für eine alleinlebende Person lag diese Schwelle 2023 in Deutschland bei 1.310 Euro netto im Monat. Insgesamt waren knapp zwölf Millionen Menschen bundesweit armutsgefährdet – eine erschreckende Zahl, die zeigt, wie verbreitet das Problem ist.
Wohnkosten als Belastung
Ein besonders drängendes Problem ist der hohe Anteil des Einkommens, der für Wohnkosten aufgebracht werden muss. 2023 gaben die Hälfte der Auszubildenden und zwei Drittel der Studierenden an, „durch Wohnkosten überlastet“ zu sein. Sie mussten mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aufbringen.
Jugendliche ohne festen Wohnsitz
Die Situation wird noch dramatischer, wenn man einen Blick auf die Wohnungslosigkeit wirft. Im Jahr 2024 waren 40 Prozent der Menschen, die in Notunterkünften oder anderen Einrichtungen lebten, jünger als 25 Jahre.
Ein gesellschaftliches Problem
Jugendarmut ist kein Randphänomen, sondern betrifft Millionen junger Menschen in Deutschland. Sie bedroht nicht nur ihre finanzielle Sicherheit, sondern auch ihre Zukunftsperspektiven. Die Politik und Gesellschaft stehen in der Verantwortung, Lösungen zu finden und diese jungen Menschen zu unterstützen.