Junge Erwachsene im Job-Boom: Warum die Generation Z häufiger arbeitet als gedacht
- Redaktion Mittagsmagazin
- 18. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Immer mehr junge Erwachsene im Alter von 20 bis 24 Jahren gehen einer beruflichen Tätigkeit nach – sei es in Vollzeit oder Teilzeit. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Nach Angaben des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Erwerbsquote dieser Altersgruppe seit 2015 um über sechs Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei etwa 76 Prozent. Besonders auffällig ist, dass vor allem Studierende zunehmend neben dem Studium arbeiten.
Vergleich mit anderen Altersgruppen
Auch in der Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen hat die Erwerbsbeteiligung zugenommen, wenn auch in geringerem Maße. Hier stieg sie im gleichen Zeitraum um knapp drei Prozentpunkte auf fast 87 Prozent. Interessanterweise war die Erwerbsquote der 20- bis 24-Jährigen zwischen 1995 und 2015 hingegen kontinuierlich gesunken.
Generation Z: Vorurteile widerlegt
Die Studie räumt mit dem verbreiteten Klischee auf, dass die Generation Z weniger arbeitswillig sei. „Dieser Befund widerspricht gängigen Klischees zur mangelnden Arbeitsbereitschaft der Generation Z“, so die Autoren. Zudem zeigt die Untersuchung, dass junge Menschen heutzutage nicht häufiger den Job wechseln als frühere Generationen. Auch ihre gewünschten Arbeitsstunden unterscheiden sich kaum von denen älterer Arbeitnehmer:innen.
Datenbasis und Generationendefinition
Für die Analyse wurden unter anderem Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, Daten des Mikrozensus sowie die Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes ausgewertet. Die Generation Z umfasst Personen, die ab 1995 geboren wurden. Im Jahr 2015 erreichten die ersten Vertreter dieser Generation das Alter von 20 Jahren und rückten damit in die untersuchte Altersgruppe auf.
Deutlicher Anstieg der Teilzeitbeschäftigung
Zwischen 2015 und 2023 nahm sowohl die Vollzeit- als auch die Teilzeitbeschäftigung unter den 20- bis 24-Jährigen zu. Der Anstieg der Teilzeitjobs war jedoch besonders ausgeprägt. Vor allem bei Studierenden stieg die Erwerbsquote in diesem Zeitraum um rund 19 Prozentpunkte auf 56 Prozent, während sie bei Nicht-Studierenden um knapp zwei Prozentpunkte auf fast 86 Prozent zunahm.