Kampf gegen Billigimporte: EU will Onlinehandel stärker regulieren
- Redaktion Mittagsmagazin
- 6. Feb.
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Um die wachsende Zahl von Billigimporten aus Drittstaaten einzudämmen, plant die EU-Kommission umfangreiche Maßnahmen. Besonders betroffen sind Onlinehändler wie Temu und Shein, die in großen Mengen günstige Waren nach Europa liefern. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Ein zentraler Vorschlag der Brüsseler Behörde ist die Einführung einer Bearbeitungsgebühr für diese Pakete. Die Einnahmen daraus sollen die gestiegenen Kosten der Zollbehörden decken, die durch die Flut solcher Sendungen entstehen.
Das Ziel der Kommission ist klar: Gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Händler – unabhängig davon, ob sie ihren Sitz innerhalb oder außerhalb der EU haben.
Strengere Kontrollen und mehr Produktsicherheit
Neben der Einführung von Bearbeitungsgebühren plant die EU verstärkte Maßnahmen zur Kontrolle und Überprüfung der Produktsicherheit. Unsichere und nicht EU-konforme Produkte sollen künftig schneller vom Markt genommen werden. Hierbei setzt die Kommission auf eine engere Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und den Einsatz digitaler Technologien.
Verbraucherschutz spielt dabei eine entscheidende Rolle. Geplant sind strengere Durchsetzungsmechanismen für Online-Plattformen sowie regelmäßige Überprüfungen der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
Fairer Wettbewerb für alle – Zustimmung aus Deutschland
Die Pläne der EU stoßen auf Zustimmung beim Handelsverband Deutschland (HDE). Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, lobt den Vorstoß der Kommission: „Anbieter wie Temu und Shein dürfen nicht länger ungeschoren mit Regelbrüchen davonkommen.“
Gleichzeitig gibt es jedoch auch Bedenken. Der HDE warnt davor, dass die neuen Regelungen zusätzliche bürokratische Hürden für europäische Händler schaffen könnten. Eine sorgfältige Abwägung sei notwendig, um die Belastungen für heimische Unternehmen gering zu halten.
Gemeinsam für mehr Transparenz
Die EU-Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, diese Maßnahmen gemeinsam umzusetzen und regelmäßig zu evaluieren. Nur durch koordinierte Anstrengungen könne langfristig ein fairer und sicherer Markt für Verbraucher und Händler gewährleistet werden.