Kater-Fehler: Warum Kaffee, Aspirin und Co. den Kater noch schlimmer machen
- Redaktion Mittagsmagazin
- 20. Nov. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Nach einer durchfeierten Nacht wünschen wir uns nur eines: Den Kater so schnell wie möglich loszuwerden. Doch viele der vermeintlichen Tipps, die wir befolgen, machen die Lage nur noch schlimmer.
Mehr dazu heute in #LIVELIFE.
Hier sind fünf der häufigsten Fehler, die fast jeder beim Kampf gegen den Kater macht – und warum sie keine gute Idee sind.
Mythos 1: Kaffee rettet den Tag
"Ein starker Kaffee und alles wird gut!" – Das denken viele, wenn sie mit dröhnendem Schädel aus dem Bett torkeln. Koffein soll angeblich den Kreislauf ankurbeln und den Alkoholabbau beschleunigen. Leider ist das nur ein schöner Traum. Kaffee kann zwar für einen kleinen Energieschub sorgen, doch die Wirkung verpufft schnell. Den Alkohol im Blut beeinflusst er kein bisschen.
Mythos 2: Sport hilft beim Entgiften
"Schwitz den Alkohol einfach aus", lautet ein oft gehörter Ratschlag. Klingt plausibel, oder? Doch hier liegt ein Denkfehler vor: Alkohol zirkuliert in unserem Blut und nicht in den Schweißdrüsen. Daher kann man ihn durch körperliche Anstrengung nicht einfach "ausschwitzen". Die gute Nachricht für Sportmuffel: Mit einem Kater darf man sich ohne schlechtes Gewissen schonen – und den Lauf einfach auf einen anderen Tag verschieben.
Mythos 3: Süßigkeiten als schnelle Lösung
Nach einer langen Nacht sind die Energiereserven aufgebraucht, und die Lust auf Kochen hält sich in Grenzen. Da greift man gern zu Schokolade, Keksen oder anderen Süßigkeiten. Doch Vorsicht: Zucker verstärkt die Wirkung des Alkohols. Die Folge? Der Kater wird noch schlimmer. Wer trotzdem naschen möchte, sollte lieber auf salzige Snacks wie Chips oder herzhaftes Essen zurückgreifen – der Körper benötigt schließlich Elektrolyte, keine zusätzlichen Zuckerbomben.
Mythos 4: Aspirin ist die Rettung
Kopfschmerzen? Übelkeit? Schnell eine Aspirin! So denken viele, aber das ist ein folgenschwerer Fehler. Alkohol und Schmerzmittel werden über dieselben Mechanismen im Körper abgebaut. Nimmt man Aspirin, stoppt der Körper den Alkoholabbau und widmet sich vorrangig dem Medikament. Das belastet die Leber zusätzlich und verlängert die Dauer des Katers. Fazit: Finger weg von Schmerzmitteln nach einer Partynacht!
Mythos 5: Die "Kater-Zigarette" hilft
Raucherinnen und Raucher schwören oft auf eine Zigarette, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Doch das ist ein Trugschluss. Nikotin ist ebenso eine Droge und belastet den Körper zusätzlich. Statt Linderung bringt die Zigarette meist nur eine Verschärfung der Kater-Symptome, da der Organismus jetzt noch ein weiteres Gift abbauen muss.
Was wirklich hilft?
Trinken, trinken, trinken – und zwar Wasser! Stilles Wasser ist das beste Mittel, um dem Körper zu helfen, den Alkohol abzubauen. Dazu noch ein leichtes, salzhaltiges Essen, und der Kater wird erträglicher.
Ein Kater ist niemals ein Grund zur Freude, aber mit diesen Erkenntnissen kann man zumindest die schlimmsten Fehler vermeiden.