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Klimagipfel beschließt neue Finanzierung: Milliarden für Klimaschutz, aber viele Fragen offen

Die UN-Klimakonferenz hat nach intensiven Verhandlungen einen neuen Plan für die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien beschlossen. Mehr dazu in den Kilma-News.


Kernpunkt des Abkommens ist die geplante Erhöhung der jährlichen Finanzbeiträge – überwiegend durch Industrieländer – auf mindestens 300 Milliarden Dollar bis 2035. Damit soll die finanzielle Unterstützung für Länder, die besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden, deutlich verstärkt werden.


Kritik aus den Reihen der Entwicklungsländer


Trotz des Fortschritts stießen die beschlossenen Maßnahmen auf Kritik seitens der Entwicklungsländer. Sie bewerteten die vereinbarte Summe als unzureichend und bemängelten außerdem das Fehlen konkreter Entscheidungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sowie zur Abkehr von fossilen Brennstoffen.


Forderungen vs. Realität: Die finanzielle Kluft


Während die Entwicklungsländer auf deutlich höhere Beträge drängten, bleibt der verabschiedete Plan hinter ihren Erwartungen zurück. Sie hatten Zahlungen in Höhe von 1,3 Billionen Dollar jährlich bis 2035 gefordert, zumindest aber eine Erhöhung auf 500 Milliarden Dollar bis 2030. Der aktuelle Beschluss bedeutet jedoch lediglich eine Verdreifachung der bisherigen Summe von 100 Milliarden Dollar pro Jahr. Die ambitionierte Zielgröße von 1,3 Billionen Dollar wurde zwar im Text erwähnt, bleibt jedoch ohne konkrete Angaben zur Umsetzung.


Ausblick: Die "Baku to Belem roadmap"


Um die Finanzierung weiter voranzutreiben, einigten sich die Teilnehmer auf einen neuen Prozess, die sogenannte "Baku to Belem roadmap". Dieser soll bis zur nächsten Klimakonferenz im brasilianischen Belém, der COP30, Wege zur Realisierung der höheren Beiträge erkunden. Ob und wie die Zielgröße von 1,3 Billionen Dollar erreicht werden kann, bleibt jedoch offen.


Schwellenländer: Freiwillige Beiträge erhofft


Eine zentrale Forderung der Industrieländer war, auch wirtschaftlich starke Schwellenländer wie China stärker in die Verantwortung zu nehmen. Diese sollen nun „auf freiwilliger Basis“ ermutigt werden, ebenfalls Finanzbeiträge zu leisten. Damit wurde ein Kompromiss gefunden, der jedoch die weitreichenden Forderungen der Industriestaaten nicht vollständig erfüllt.

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