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Kokain-Konsum: Eine unterschätzte Gefahr mit drastischen Folgen

Kokain galt lange als exklusives Genussmittel der Oberschicht. Doch diese Zeiten sind vorbei – heute ist die Droge in allen sozialen Schichten angekommen. Fachleute warnen vor den gravierenden gesundheitlichen Folgen dieser Entwicklung. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Rasanter Anstieg des Konsums


In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Kokain konsumierenden Erwachsenen in Deutschland mehr als verdoppelt, so das Zentrum für Suchtforschung (ZIS). Auch die Krankenkasse BARMER schlägt Alarm: Die Anzahl der Menschen, die aufgrund von Kokainmissbrauch ärztliche Hilfe benötigen, hat sich in diesem Zeitraum sogar verdreifacht.


Abwasseranalysen und Rekordfunde


Ein Blick auf deutsche Städte zeigt, wie sehr sich der Kokainkonsum ausgebreitet hat. Abwasseranalysen belegen eine zunehmende Konzentration von Kokain-Rückständen. Gleichzeitig registrieren Polizei und Zoll Jahr für Jahr neue Rekordmengen an beschlagnahmten Drogen. 2017 wurden acht Tonnen Kokain sichergestellt – 2023 waren es bereits 43 Tonnen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass nur ein Bruchteil der tatsächlich gehandelten Mengen entdeckt wird.


Die unterschätzte Gefahr der Abhängigkeit


Expert:innen des ZIS warnen: Rund ein Viertel aller Kokainkonsumenten entwickelt eine psychische Abhängigkeit. Der Körper gewöhnt sich an die Droge, sodass viele die Dosis kontinuierlich steigern müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Verfügbarkeit und scheinbare Harmlosigkeit der Droge führen dazu, dass viele das Suchtpotenzial unterschätzen. Doch für nicht wenige endet der Konsum in einer schweren Abhängigkeit.

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