Masern-Alarm 2024: Infektionen in Europa und Zentralasien auf Rekordhoch
- Redaktion Mittagsmagazin
- 16. März
- 1 Min. Lesezeit
Die Zahl der Maserninfektionen in Europa und Zentralasien hat 2024 einen Höchststand erreicht. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks Unicef wurden in der europäischen WHO-Region mehr als 127.000 Fälle registriert. Dies entspricht einer Verdopplung der Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr und markiert den höchsten Wert seit 1997.
WHO warnt vor sinkenden Impfraten
Hans Henri Kluge, Regionaldirektor der WHO für Europa, bezeichnete die Entwicklung als "Weckruf". Laut WHO entfallen ein Drittel der weltweit gemeldeten Masernfälle auf diese Region. Als Hauptursache für den Anstieg gelten rückläufige Impfquoten. Allein 2023 hätten etwa 500.000 Kinder die erste Masernimpfung nicht erhalten. Kluge betonte: "Ohne hohe Impfquoten gibt es keine Sicherheit."
Rumänien und Kasachstan am stärksten betroffen
Besonders betroffen war Rumänien mit 30.692 gemeldeten Fällen. Kasachstan folgt mit rund 28.000 Fällen auf Platz zwei. Beide Länder liegen damit an der Spitze der Infektionsstatistik in der Region.
Deutschland: Fallzahlen schwanken stark
Auch in Deutschland wurde ein Anstieg der Masernfälle verzeichnet. Bis zum 25. September 2024 meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 553 Infektionen. In den Jahren 2020 bis 2023 lagen die Fallzahlen dagegen meist im ein- oder zweistelligen Bereich. Vor der Corona-Pandemie wurden zwischen 165 und rund 2.500 Fälle pro Jahr registriert.