Ein innovatives Pilotprojekt in Schwerin hat das Potenzial, gefährliche Substanzen zu identifizieren und so Konsumierende zu schützen. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Der Berliner Techno-DJ "Dr. Motte", bekannt als Hauptakt der Schweriner Clubnacht, lobte das Angebot. Seiner Meinung nach sei es entscheidend, dass Menschen wissen, was sie konsumieren. Er hoffe auf eine Ausweitung solcher Maßnahmen.
Startschuss im Schweriner Club „Zenit“
Am Wochenende wurde das Angebot erstmals im Club „Zenit“ in Schwerin genutzt. Gäste hatten dort die Möglichkeit, ihre mitgebrachten Substanzen auf Reinheit prüfen zu lassen. Dieses Angebot markiert den Start eines bundesweit einzigartigen Projekts, das in Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Menschen über Risiken aufzuklären und ihre Gesundheit zu schützen.
Ablauf und Bedingungen der Analyse
Trotz der kostenlosen Verfügbarkeit des Services erfordert das Drug-Checking Eigenverantwortung. Eine Besonderheit: Die getesteten Substanzen werden nach der chemischen Analyse nicht zurückgegeben, sondern vernichtet. Die Ergebnisse der Untersuchung stehen den Teilnehmenden innerhalb weniger Minuten zur Verfügung. Ergänzend dazu gibt es ein individuelles Beratungsgespräch, das Aufschluss über Wirkstoffe und potenzielle Gefahren gibt.
Wissenschaftliche Basis und rechtlicher Rahmen
Das Modellprojekt wurde vom Forschungsteam der Universität Rostock ins Leben gerufen und begleitet. Rechtlich gestützt wird es durch die im Juni eingeführte „Drug-Checking“-Verordnung in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits zuvor hatten die Forschenden das Konzept auf dem diesjährigen Fusion-Festival getestet, um erste Erkenntnisse zu sammeln.