Pubertät verstehen: Wie Eltern ihre Teenager trotz Chaos und Rebellion erreichen können
- Redaktion Mittagsmagazin
- 18. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Für viele Eltern gleicht sie einem Schreckgespenst: Die Pubertät. Eine Phase, die bei der Geburt noch in weiter Ferne liegt, schleicht sich schneller heran, als man denkt. Ehe man sich versieht, hat das Kind, das einst niedlich in der Babyschale lag, die Tür hinter sich zugeschlagen – mitten ins Eltern-Gesicht.
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Zugegeben: Pubertierende Teenager sind nicht gerade die einfachsten Zeitgenossen. Manchmal vermitteln sie ihren Eltern das Gefühl, dass alles, was sie tun, falsch ist. Doch keine Sorge: Auch wenn es nicht immer so scheint, lieben Teenager vieles an ihren Eltern – auch wenn sie es niemals zugeben würden.
Was Teenager an ihren Eltern schätzen
Familienrituale: Zusammen essen
So langweilig ein gemeinsames Abendessen auf den ersten Blick wirken mag, es bietet Jugendlichen in einer oft stürmischen Zeit Sicherheit. Feste Rituale und eine Struktur im Alltag geben ihnen das Gefühl, zu Hause zu sein und aufgehoben zu werden – auch wenn sie hin und wieder über das Essen meckern.
Ernstgenommen werden
Die Probleme eines Teenagers mögen aus erwachsener Sicht manchmal übertrieben wirken, doch für sie fühlen sie sich sehr real an. Eltern, die zuhören, ohne zu urteilen, stärken das Vertrauen und zeigen Verständnis – etwas, das Teenies sehr schätzen.
Freiraum und Privatsphäre
Die Tür zum Kinderzimmer steht in dieser Lebensphase häufiger geschlossen. Eltern sollten diesen Wunsch nach Rückzugsraum respektieren. Teenager brauchen einen Ort, an dem sie sich frei fühlen können, ohne sich ständig beobachtet oder eingeengt zu fühlen.
Vertrauen und Unterstützung schenken
Vertrauen aufbauen
Wer seinem Kind zeigt, dass er ihm vertraut, gibt ihm die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen. Teenager, die dieses Vertrauen spüren, sind oft motiviert, Regeln von sich aus einzuhalten, um dieses Vertrauen nicht zu gefährden.
Der größte Fan sein
Die Pubertät ist eine Zeit voller Selbstzweifel. Genau dann brauchen Kinder ihre Eltern, die ihnen zeigen, dass sie an sie glauben. Wertschätzung für Hobbys, Interessen und Entscheidungen legt den Grundstein für ein starkes Selbstbewusstsein.
Schwächen teilen
Wenn Eltern von ihren eigenen Schwierigkeiten oder Jugenderfahrungen erzählen, fühlen sich Teenager verstanden. Plötzlich sitzen beide auf derselben Ebene – und die Distanz zwischen Eltern und Kind schrumpft.
Gemeinsame Momente: Wertvoller als gedacht
Zeit zu zweit genießen
Obwohl Teenager oft so tun, als wären ihre Eltern uncool, genießen sie es, Zeit allein mit Mama oder Papa zu verbringen. Besonders dann, wenn sie selbst mitbestimmen dürfen, wie diese gemeinsame Zeit gestaltet wird. Solche Momente können das Band zwischen Eltern und Kind stärken.
Kindheit bewahren
Auch wenn Teenager sich gerne erwachsen geben, bleibt in jedem von ihnen das Bedürfnis nach Geborgenheit. Kuscheln, albern sein oder ein wenig Kindheit zurückschenken – all das schafft Nähe und zeigt ihnen, dass sie immer noch Kind sein dürfen, wenn sie es möchten.
Das soziale Umfeld verstehen
Freund*innen kennen
Freundschaften sind in der Teenagerzeit besonders wichtig. Eltern, die sich die Namen und Geschichten der Freund*innen merken und gelegentlich nachfragen, zeigen Interesse an der Welt ihrer Kinder – ein Zeichen dafür, dass sie ihnen wirklich wichtig sind.
Hilfreiche Ratschläge
Manchmal braucht es von Eltern genau den richtigen Rat – einen, der ohne Besserwisserei auskommt und trotzdem zeigt: "Ich habe das auch schon durchgemacht und du schaffst das."