Spannungen in der SPD: Kritik an der Union und dem Sondierungsergebnis
- Redaktion Mittagsmagazin
- 12. März
- 1 Min. Lesezeit
Die SPD steht vor internen Herausforderungen. Neben Unmut über die bisherigen Ergebnisse der Sondierungsgespräche wächst auch die Kritik an CDU und CSU. Erste scharfe Worte werden bereits in Richtung der Union geäußert, während der Juso-Vorsitzende sogar ein Veto ankündigt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Scharfe Worte gegen die Union
SPD-Politiker Boris Pistorius soll sich in den Verhandlungen besonders kritisch gegenüber seinen Unions-Gesprächspartnern geäußert haben. Über Thorsten Frei und Alexander Dobrindt wird ihm folgende Aussage zugeschrieben:
„Sie sind wirklich unangenehm. Sie haben kein Gewissen.“
Laut dem Magazin Stern verstärkte der Bundesverteidigungsminister seine Kritik während einer SPD-Fraktionssitzung noch weiter:
„Diese Gesprächspartner waren die mit Abstand unangenehmsten. Humanität und Verantwortung für andere Menschen? Null komma null.“
Misstrauen gegenüber Merz wächst
Schon Anfang März berichtete die FAZ, dass acht SPD-Abgeordnete erhebliche Zweifel an einer möglichen Kanzlerschaft von Friedrich Merz hätten oder sich sogar entschieden dagegen aussprechen. Ein zentrales Problem sei das tiefe Misstrauen, das viele Sozialdemokraten gegenüber Merz und anderen Unionspolitikern hegten.
Juso-Chef stellt Sondierungsergebnis infrage
Auch auf inhaltlicher Ebene regt sich Widerstand gegen die bisherigen Verhandlungsergebnisse. Juso-Chef Philipp Türmer sieht eine große Diskrepanz zwischen den Erwartungen der SPD und den ausgehandelten Punkten. Er signalisiert bereits, dass ein Bündnis mit der Union für ihn nicht in Frage kommt – eine klare Warnung an die Parteispitze.