Sport und Psyche: Warum die richtige Motivation entscheidend für dein Wohlbefinden ist
- Redaktion Mittagsmagazin
- 1. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Sport gilt allgemein als gesund – er hält uns körperlich fit und unterstützt unser seelisches Wohlbefinden. Doch überraschenderweise kann Bewegung auch das Gegenteil bewirken.
Mehr dazu heute in #LIVELIFE.
Sie kann unserer Gesundheit schaden, insbesondere wenn die Motivation dahinter nicht stimmt. Eine Studie aus Norwegen zeigt auf, warum das so ist.
Falsche Beweggründe
Körperliche Überanstrengung ist ein bekannter Risikofaktor, doch auch die inneren Antriebe spielen eine entscheidende Rolle. Wer Sport nutzt, um unangenehme Emotionen zu verdrängen, schwächt den positiven Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden. Ähnlich wie emotionales Essen nur die Symptome einer Belastung lindert, jedoch keine Ursachen beseitigt, wirkt auch Bewegung in solchen Fällen eher oberflächlich.
Studie zur Motivation
Ein Forschungsteam aus Norwegen hat genau dieses Thema untersucht. Die Wissenschaftler:innen befragten 227 begeisterte Läufer:innen und analysierten deren Motivationen für das Joggen.
Das Ergebnis war eindeutig: Läufer:innen, die von positiven Zielen wie persönlichem Wachstum angetrieben wurden, berichteten von langfristigen Vorteilen und erlebten häufiger sogenannte Flow-Zustände. Diese sind durch intensive Konzentration, Freude und Fokus gekennzeichnet.
Verdrängung kostet Energie – und Freude
Demgegenüber standen die Personen, die Sport primär zur Ablenkung von negativen Gefühlen nutzen. Ihre Erfahrungen waren weniger positiv. Laut der Studie kann die Unterdrückung von Emotionen nicht nur die Freude an der Bewegung mindern, sondern auch negative Folgen wie schlechtere Impulskontrolle und ein erhöhtes Risiko für Prokrastination mit sich bringen. Letztlich sinkt das allgemeine Wohlbefinden.
Natürlich spricht nichts dagegen, sich nach einem schlechten Tag durch Bewegung aufzuheitern. Die Glückshormone, die beim Sport freigesetzt werden, können uns einen positiven Schub geben. Doch langfristig ist es sinnvoll, sich bewusst mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Eine Methode könnte sein, Emotionen zunächst zuzulassen und sie zu reflektieren – beispielsweise durch das Schreiben – bevor man ins Training startet.