Tragödie an Dänemarks Küste: Zwei deutsche Jungen sterben nach Sandlawine am Strand
- Redaktion Mittagsmagazin
- 29. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
In Dänemark herrscht tiefe Trauer, als die Flagge auf halbmast weht. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Der gesamte Küstenort Nørre Vorupør steht unter Schock, nachdem zwei junge deutsche Jungen beim Spielen am Strand von einer Sandlawine erfasst und getötet wurden. Was als fröhlicher Ferientag begann, endete für die Familien in einem unvorstellbaren Albtraum.
Ein Trauermarsch für die Verlorenen
Hunderte Menschen versammeln sich am Abend zu einem Trauermarsch, um den verstorbenen Kindern die letzte Ehre zu erweisen. Vom örtlichen Gotteshaus aus ziehen sie in der sanften Abendsonne zum Unglücksort im Nationalpark Thy. Dort, an der Stelle, wo die Sandlawine die Jungen verschüttete, legen die Trauernden bunte Rosen nieder. Viele von ihnen halten sich fest an den Händen, andere umarmen sich in stummer Anteilnahme. Eine Pastorin spricht ein Gebet, während der Sand, in dem einst gespielt wurde, nun von einem Meer aus Blumen und Kerzen bedeckt ist.
Der Ort des Unglücks, ein kilometerlanger Strand, umrahmt von hohen Dünen, hätte nicht idyllischer sein können. Doch was als friedliche Naturkulisse erscheint, wurde den beiden Kindern zum Verhängnis. Die Dünen, die sich bis fast an die Brandung erstrecken, bildeten eine tödliche Falle.
Ungehörter Warnruf
Die genauen Umstände des Unglücks sind noch unklar, doch es wird vermutet, dass die beiden Jungen versuchten, eine Höhle in der Düne zu graben. Dabei brach der Sand plötzlich über ihnen zusammen. Benny Bak, der Leiter der örtlichen Rettungsstation, berichtete dem dänischen Rundfunk, dass er und ein Kollege die Kinder kurz vor dem Unglück noch gewarnt hatten. Sie hatten die Jungen beobachtet, wie sie von den Dünen sprangen und ein Loch graben wollten. "Mein Kollege hat ihnen gesagt, dass sie dort weggehen sollten, weil es gefährlich sei", sagte Bak.
Vergebliche Rettungsversuche
Trotz dieser Warnung kam es zur Katastrophe. Die Jungen wurden etwa 40 Minuten lang von Sand und Gras bedeckt, bevor sie von Rettungskräften und Strandbesuchern befreit werden konnten. In kritischem Zustand wurden sie ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten ihr Leben nicht mehr retten. Am Abend des 27. August verstarben die beiden Jungen, die aus verschiedenen Familien aus dem Raum München stammten. Einer war neun, der andere zwölf Jahre alt.