Ungleiche Chancen bei Arztterminen: GKV fordert Reform für mehr Fairness
- Redaktion Mittagsmagazin
- 26. Dez. 2024
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Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen kritisiert, dass Privatversicherte bei der Vergabe von Arztterminen bevorzugt werden. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Die stellvertretende GKV-Vorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis fordert: "Wer echte Gleichbehandlung will, sollte dafür sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist."
Benachteiligung gesetzlich Versicherter
"Wenn sie auf ein Buchungsportal gehen und als gesetzlich Versicherte einen Facharzttermin suchen, bekommen sie einen in 6 Wochen oder noch später angeboten. Klicken sie dagegen 'Privatpatient' an, klappt es schon am nächsten Tag", so Stefanie Stoff-Ahnis.
Da etwa 90 Prozent der Bevölkerung gesetzlich versichert sind, sieht Stoff-Ahnis dringenden Handlungsbedarf. "Es ist mehr als gerechtfertigt, dass es künftig bei der Terminvergabe zu 100 Prozent um die medizinische Notwendigkeit geht und nicht darum, ob jemand GKV- oder PKV-versichert ist."
Forderung nach Transparenz
Ein weiterer Vorschlag betrifft die Transparenz bei freien Terminen. Stoff-Ahnis plädiert für eine gesetzliche Verpflichtung, die Arztpraxen dazu anhält, verfügbare Termine tagesaktuell in einem zentralen Onlineportal zu veröffentlichen. Dieses Portal soll sowohl von den gesetzlichen Krankenkassen als auch den Kassenärztlichen Vereinigungen genutzt werden können, um den Zugang für alle Patienten zu verbessern.