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USAID-Aus beschlossen: Die US-Entwicklungsbehörde wird endgültig aufgelöst

Die US-Entwicklungsbehörde USAID steht vor dem endgültigen Aus. Wie Außenminister Marco Rubio dem Kongress mitteilte, wird die Behörde zum 1. Juli vollständig aufgelöst. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Einige ihrer Aufgaben sollen ins Außenministerium überführt werden, während andere, die laut Rubio nicht mit den Regierungszielen übereinstimmen, komplett eingestellt werden. Zudem ist geplant, den Großteil der verbliebenen Mitarbeiter zu entlassen.


Begründung für die Schließung


Rubio erklärte, dass USAID sich bereits seit längerer Zeit von ihrem ursprünglichen Auftrag entfernt habe. Der Minister betonte, dass der Nutzen der Behörde nicht mehr im Verhältnis zu den hohen Kosten stehe. Präsident Donald Trump sei es zu verdanken, dass "diese fehlgeleitete und fiskalisch unverantwortliche Ära nun vorbei" sei. Die Neuausrichtung der Auslandshilfeprogramme werde künftig ausschließlich die Interessen der Vereinigten Staaten berücksichtigen.


USAID im Fokus von Einsparungen


Die Auflösung von USAID ist Teil einer umfassenden Reform des Regierungs- und Verwaltungsapparates, die bereits im Februar – kurz nach Trumps Amtsantritt – begann. Besonders Trump und sein Berater Elon Musk, der Einsparpotenziale identifizieren sollte, hatten die Behörde ins Visier genommen. Hunderte Mitarbeiter wurden bereits entlassen, während milliardenschwere Programme gestrichen wurden. Diese Kürzungen betreffen Millionen Menschen weltweit, die von den Hilfsmaßnahmen abhängig waren.


Entwicklungshilfe drastisch reduziert


Bislang waren die USA die größte Quelle für Entwicklungshilfe weltweit. USAID organisierte zahlreiche humanitäre Projekte – von Aids-Prävention bis hin zum Wiederaufbau in Krisengebieten. Doch im März entschied ein Bundesrichter, dass die "beschleunigte Schließung von USAID" vermutlich gegen die US-Verfassung verstoße. Trotz dieses Urteils schreitet die Auflösung weiter voran.


Katastrophenhilfe trotz Kürzungen


Trotz der massiven Einschnitte hat Präsident Trump versichert, dass die USA nach dem verheerenden Erdbeben in Südostasien weiterhin humanitäre Hilfe leisten werden. Laut Außenministeriumssprecher Bruce verfügt USAID noch über ein Team von Katastrophenexperten, das in Notfällen sofort reagieren kann. "Diese Expertenteams leisten sofortige Hilfe, einschließlich Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser, die nach einer Katastrophe benötigt wird, um Leben zu retten."


Experten warnen vor Konsequenzen


Viele Fachleute sind besorgt, dass die drastischen Einschnitte in der Entwicklungshilfe die Reaktionsfähigkeit der USA auf internationale Krisen erheblich beeinträchtigen werden. Sarah Charles, eine ehemalige ranghohe USAID-Mitarbeiterin unter der Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden, äußerte sich besorgt: "Das System liegt bereits in Scherben. Es fehlen Menschen und Ressourcen, um Überlebende aus den Trümmern eingestürzter Gebäude zu ziehen und auf andere Weise Leben zu retten."

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