Weiße Weihnachten: Warum sie immer seltener und doch so idealisiert sind
- Redaktion Mittagsmagazin
- 23. Dez. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Für viele Menschen sind weiße Weihnachten ein Muss. Doch die Realität weicht davon zunehmend ab. Mehr dazu im Wetter.
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind weiße Weihnachten in Deutschland durch die Klimakrise zur Seltenheit geworden. Schnee und knackige Kälte an den Feiertagen gibt es inzwischen im Mittel nur noch alle zehn Jahre in den meisten Regionen.
Selten und doch idealisiert
Die Sehnsucht nach Schnee zu Weihnachten ist tief in unseren Vorstellungen verankert. Warum? Expert:innen vermuten, dass dies vor allem an der Darstellung in Filmen, Kinderbüchern und auf Weihnachtskarten liegt. Dort vermittelt die weiße Pracht eine romantische und festliche Stimmung, die den oft tristen Nieselregen in der Realität überstrahlt.
Singularitäten: Typische Wetterphänomene
Tatsächlich waren weiße Weihnachten auch vor der Klimakrise keine Regel. Um diese Jahreszeit herrschen oft überraschend milde Temperaturen. Wetterexpert:innen sprechen hierbei von einer Singularität – einem wiederkehrenden Wetterphänomen. Beispiele hierfür sind die Eisheiligen im Mai, die Schafskälte im Juni oder der Altweibersommer, der oft zwischen Mitte September und Anfang Oktober auftritt.
Weiße Weihnachten – ein seltener Luxus
Auch wenn wir uns die Festtage oft schneebedeckt ausmalen, bleibt dies in der Realität die Ausnahme. Bereits vor der Klimaerwärmung waren Schnee und Kälte um den 24. Dezember herum keine Selbstverständlichkeit. Doch die Klimaveränderungen machen diese seltenen Momente noch rarer.