Klimakrise spitzt sich zu: 2024 bricht alle Hitzerekorde und übertrifft 1,6 Grad Erwärmung
- Redaktion Mittagsmagazin
- 13. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
2024 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese Feststellung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird nun auch vom Klimawandeldienst Copernicus untermauert. Mehr dazu in den Klima-News.
Ein erschreckender Meilenstein: Zum ersten Mal überschritt die globale Durchschnittstemperatur die vorindustriellen Werte um 1,6 Grad Celsius.
Europa – Ein Hotspot der Erderwärmung
Während die globale Erwärmung weiter voranschreitet, hebt sich Europa besonders hervor. Der Kontinent heizt sich derzeit doppelt so schnell auf wie der weltweite Durchschnitt. Damit steht Europa an der Spitze der am stärksten betroffenen Regionen.
Zielmarke von 1,5 Grad noch nicht dauerhaft erreicht
Im Pariser Klimaabkommen wurde vereinbart, die Erderwärmung langfristig auf maximal 1,5 Grad über vorindustriellem Niveau zu begrenzen – gemessen über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren. Diese Schwelle wurde 2024 zwar nicht dauerhaft überschritten, die aktuellen Werte lassen jedoch keinen Zweifel an der beschleunigten Entwicklung. Die Erde erwärmt sich schneller und stärker als jemals zuvor.
Wie Copernicus die Daten ermittelt
Copernicus verwendet bei seinen Analysen das Konzept der „maps without gaps“. Diese Methode ermöglicht es, Temperaturdaten auch für Regionen zu berechnen, in denen keine direkten Messstationen vorhanden sind. Andere Experten, die ausschließlich Messdaten verwenden, kommen zu leicht abweichenden Ergebnissen, die dennoch den alarmierenden Trend bestätigen: Die Temperaturwerte liegen deutlich über 1,5 Grad.
Internationale Zusammenarbeit
Der Klimawandeldienst Copernicus kooperiert mit zahlreichen führenden Organisationen weltweit. Gemeinsam mit der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bestätigen sie: 2024 ist offiziell das heißeste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1850.