Klimaziel erreicht: Deutschland reduziert Treibhausgasemissionen – aber nicht überall erfolgreich
- Redaktion Mittagsmagazin
- 16. März
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Deutschland hat im vergangenen Jahr seine Klimaziele übertroffen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) und des Wirtschaftsministeriums beliefen sich die CO₂-Emissionen auf 649 Millionen Tonnen – ein Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber 2023. Mehr dazu in den Klima-News.
Damit lag der Ausstoß deutlich unter der im Klimaschutzgesetz festgelegten Grenze von 693,4 Millionen Tonnen. Der Hauptgrund für diese Entwicklung war der geringere Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle.
Probleme in Verkehr und Gebäuden
Trotz des insgesamt positiven Trends gibt es Schwachstellen: Besonders in den Sektoren Verkehr und Gebäude blieben die Emissionen über den angestrebten Zielen, auch wenn leichte Rückgänge zu verzeichnen waren.
Klimaziel für 2030 fast in Reichweite
Laut UBA-Berechnungen könnten die aktuellen klimapolitischen Maßnahmen dazu führen, dass die Emissionen bis 2030 um etwa 63 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Damit würde das offizielle Klimaziel – eine Reduktion von mindestens 65 Prozent – fast erreicht.
Kritik von Umweltverbänden
Umweltorganisationen bewerten die aktuellen Zahlen kritisch. Die Klima-Allianz Deutschland warnte: „Der heute veröffentlichte Projektionsdatenbericht des Umweltbundesamtes besagt, dass Deutschland das nationale Klimaziel einer Reduktion von 65 Prozent bis 2030 verfehlt.“ Der WWF betonte zudem, dass die Emissionsminderungen nicht das Ergebnis langfristiger Maßnahmen seien, sondern in erster Linie „aufgrund vorteilhafter Witterung und schwächelnder Wirtschaft“ zustande gekommen seien.