Klimarekord 2024: Warum dieses Jahr die 1,5-Grad-Schwelle erstmals überschreiten könnte
- Redaktion Mittagsmagazin
- 10. Dez. 2024
- 1 Min. Lesezeit
Das Jahr 2024 könnte als Wendepunkt in die Geschichte der globalen Klimaveränderungen eingehen. Experten sind sich nahezu einig: Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mehr dazu in den Klima-News.
Noch bedeutsamer ist, dass die weltweite Durchschnittstemperatur erstmals die Schwelle von 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau überschreiten könnte. Zu diesem Schluss kam der EU-Klimadienst Copernicus in einer aktuellen Analyse.
Wie wird gemessen? Die Datenquellen im Überblick
Die Grundlage für diese Prognosen bilden umfassende Datensammlungen. Copernicus greift auf Milliarden Messwerte zurück, die mithilfe von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen weltweit erfasst wurden. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die US-Klimabehörde NOAA haben unabhängig voneinander bestätigt, dass das Jahr 2024 ein neuer Rekordhalter werden könnte.
Ist das Pariser Klimaziel gefährdet?
Obwohl die Jahresdurchschnittstemperatur voraussichtlich um etwa 1,6 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegen wird, bedeutet dies noch nicht, dass das Pariser 1,5-Grad-Ziel endgültig verfehlt ist. Dieses Ziel basiert auf längerfristigen Durchschnittswerten und berücksichtigt nicht die kurzfristigen Spitzen einzelner Jahre.
Ursachen für den Temperaturanstieg
Der Anstieg der globalen Temperaturen ist primär auf die vom Menschen verursachten Treibhausgase zurückzuführen. Darüber hinaus haben zusätzliche Faktoren den Erwärmungstrend verstärkt. Dazu zählen die derzeit erhöhte Sonnenaktivität, das Wetterphänomen El Niño, vulkanische Aktivitäten und eine Verringerung von Feinstaubpartikeln über den Ozeanen. Diese Entwicklungen tragen zusammen dazu bei, das Jahr 2024 als Klimarekordjahr zu markieren.